Gegen die Einbahn

 

Wälder und Wiesen, mit vielen Obstbäumen und Sträuchern. Was sich anhört wie eine romantische Werbe-Idylle ist bei uns Realität. Der Lebensraum unserer Wildputen.
Gegen die Einbahn, rauf auf den Baum. Denn unsere Truthühner fliegen zum Schlafen auf Bäume. Das können sie, weil ihr Brustfleisch nicht künstlich hochgezüchtet wurde wie sonst üblich. Das kanadische Wildtruthuhn wird deshalb nicht einmal halb so schwer wie herkömmliche Puten und braucht dafür doppelt so lange. Das Füttern einer eigenen Körnermischung, so biologisch und regional wie möglich, tut sein Übriges. Ohne Soja.
Weil wir finden, dass die kommerzielle Putenzucht in eine Einbahnstraße führt.

 

Von Puten und Vögeln

 

​Weil Wildputen keine Hybriden sind, klappt das mit der Fortpflanzung ganz von selbst. Und wir sind ihnen den Spaß auch vergönnt. Einen großen Teil der gelegten Eier lassen wir die Truthühner dann auch selber ausbrüten, damit sie auch hier ihre Instinkte voll ausleben können.
Außerdem sind wir wirklich dankbar, dass die Erziehung der Küken von den Elterntieren übernommen wird. Das Insektenfangen ist nämlich gar nicht so einfach. Wir haben`s probiert.

 

Trocken sind die anderen

 

Putenfleisch ist weiß und trocken. Normalerweise. Lässt man den Tieren jedoch Zeit um zu wachsen, draußen mit viel Bewegung, wird ihr Fleisch dunkler und setzt intramuskuläres Fett an. Den Unterschied sieht man nicht nur, man schmeckt ihn auch! Mit einem Hauch von Wild ist das Fleisch der Wildpute das feinste und saftigste, das man für Geld kaufen kann. Ur-Fleisch eben. Von einem Tier, das gelebt hat und nicht produziert wurde. Zu einem Preis, der für Mensch und Tier fair ist.

Die Zeit ist reif

 

Geschlachtet wird bei uns im Spätherbst und Winter. Erst dann sind die im Frühling geschlüpften Tiere ausgewachsen und der Geschmack des Fleisches kann sich voll entfalten.
Gerupft wird von Hand. Ohne heißes Wasser, ohne Maschinen. Weil Qualität für uns an erster Stelle steht, nehmen wir uns gern die Zeit dafür.
Zum Schluss bekommt das Fleisch noch ein paar Tage Zeit um zu reifen. Ihrem Gaumen zuliebe!

 

Das Leben des Schnitzels

 

Kein Putenfilet kommt im Regal zur Welt. Was es davor gemacht hat, zeigen wir gerne her. Weil wir glauben, dass auch das zu einem nachhaltigen Fleischkonsum gehört. Wie die Tiere leben – und wie sie sterben – kann bei uns hautnah miterlebt werden. Das schärft das Bewusstsein und intensiviert den Geschmack.

Apropos Filet. Ein Wildtruthuhn hat natürlich deutlich mehr zu bieten. Das wollen wir keineswegs vorenthalten. Darum gibt es bei uns nur ganze oder halbe Puten.

Wer es in Bewegtbild sehen möchte:

 

Stefan Tesch hat uns im Rahmen seiner Diplomarbeit besucht.

https://www.youtube.com/watch?v=p7b8l5l68sk&

Martin hat in Niederösterreich Heute für die Rubrik "Köstlich Kulinarisch" gekocht.

https://youtu.be/1MDqmTUrB54